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Herausfordernde Großeinsätze |
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Herausfordernde Großeinsätze für ehrenamtliche DRK-Helfer
Der DRK Ortsverein Herrenberg hat seine Statistik für das Einsatzjahr 2009 veröffentlicht. Insgesamt wurden die ehrenamtlichen Helfer zu 84 Einsätzen alarmiert – mehr als jemals zuvor.
Eine gute Nachricht zuerst: Die ehrenamtlichen Helfer waren stets zur Stelle, als sie im vergangenen Jahr zu einem Einsatz alarmiert wurden und konnten dadurch vielen Menschen helfen. Auffällig ist jedoch, dass die Alarmierungszahl gestiegen ist. „Noch nie sind wir zu so vielen Einsätzen alarmiert worden, wie im vergangenen Jahr“, sagte Adrian Kaupp, Gruppenführer der Herrenberger Sanitätseinheit des DRK Ortsverein und erklärte die Aufgabe der Einheit: „Kommt es zu einem Großschadensereignis oder ist der hauptamtliche Rettungsdienst aus Herrenberg bei einem anderen Einsatz gebunden, werden wir von der Rettungsleitstelle über einen Funkmelder alarmiert“.
Die Großschadensereignisse waren in diesem Jahr zahlreich und boten ein breites Einsatzspektrum: Zur Absicherung der Feuerwehr und Versorgung von verletzten Personen wurde der Ortsverein zu 24 Brandeinsätzen gerufen. Hervorzuheben ist dabei der Brand in einem Herrenberger Hochhaus im Juni sowie der Brand eines historischen Wohnhauses in Haslach einen Monat später. Da letzterer lange andauerte, versorgte die Verpflegungsgruppe des Ortsvereins zudem sämtliche Einsatzkräfte mit Essen und Trinken. Am 1. Maifeiertag, an dem es insgesamt drei Einsätze für den Ortsverein gab, wurden die Helfer unter anderem in die Altstadt zu einer Massenschlägerei alarmiert. Bei einem Busunfall mit mehreren Verletzen auf der B28 Richtung Jettingen rückte der Ortsverein ebenfalls im Mai mit allen verfügbaren Fahrzeugen und neun Helfern aus. Dabei führte die Sanitätseinheit neben der Versorgung von verletzen Insassen vier Transporte ins Krankenhaus durch. Im Rahmen des Bombenfundes in einem Wohnviertel in Böblingen beteiligte sich der Herrenberger Ortsverein an der Evakuierung von Personen, deren Mobilität eingeschränkt war. „Die Großschadensereignisse waren für uns besonders herausfordernd, da sich diese meist tagsüber ereigneten und wir viele Helfer benötigten. Die meisten sind zu der Zeit auf der Arbeit“, erklärte der Gruppenführer.
Nur zwei oder drei Helfer sind bei den klassischen Notfall-Einsätzen erforderlich: 57 in der Zahl gab es davon im vergangenen Jahr. Die Einsatzstichworte waren dabei meist Krampfanfall, Herzinfarkt, Knochenbruch oder Reanimation, um Beispiele zu nennen. „Bei solchen Einsätzen übernahmen wir die Erstversorgung, bis der hauptamtliche Rettungsdienst eintraf“, sagte Kaupp und hob die Alarmierungszeiten hervor: „Meistens piepste der Melder in den Abendstunden und Nachts“. Ein großes Lob für das Engagement der Helfer gab es von Bereitschaftsleiter Dennis Schill, der sich für die zahlreichen Einsatzstunden bedankte.  Breites Einsatzspektrum: Die ehrenamtlichen Helfer können auch als Notarztzubringer alarmiert werden.
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